Kolumne


19.05.2016 / Markus Cadosch

Leidenschaft

Was wahre Leidenschaft ist, konnte ich gut an den Special Olympics National Games in Chur erleben. Die Athletinnen und Athleten absolvierten ihre Sportarten mit einer Leidenschaft, dass es eine wahre Freude war, dies miterleben zu dürfen. Es reute mich jedenfalls keine Sekunde, dass ich dem Ruf von Bruno Gees folgte und mich als freiwillige Hilfskraft – oder wie es am Anlass selber hiess: Volunteer – meldete.

Auf vielen Gesichtern sah man ein Lachen und Stolz über die absolvierte Leistung. Davon können wir uns alle ein Stück abschneiden. Wie häufig sind wir unzufrieden und wollen immer etwas Besseres haben oder immer noch etwas mehr erreichen, als wir derzeit haben. Dabei ist es eben genau wichtig, dass man das, was man tut, mit Leidenschaft tut. Nur dann kommt man wirklich weiter oder erreicht einen gewissen Grad der Zufriedenheit. Wenn die Leidenschaft für eine Tätigkeit fehlt, sollte man ehrlich zu sich selbst sein und diese Tätigkeit bleiben lassen. Klar, einfach ist dies nicht immer. Aber wenn man dies zu lange macht und eine Tätigkeit nur noch aus abspulen von Routine besteht, kann keine Zufriedenheit vorhanden sein und ob ein Leben ohne ein Mindestmass an Zufriedenheit Sinn macht, wage ich dann doch zu bezweifeln.

Leidenschaft zeigten an den Special Olympics aber auch alle Helferinnen und Helfer. Spontan kommt mir hier zum Beispiel Fidel Bass in den Sinn. Von meinem Posten konnte ich gut sehen, wie Fidel bei seinen Slalomtoren richtig mit den Sportlern mitfieberte und sie mit seinen Gesten regelrecht durch den Parcours dirigierte. Oder auch die Crew, welche die Piste in stets fahrbereitem Zustand hielt und bei ihren Durchfahrten im Zielbereich trotz anstrengender Tätigkeit immer mit einem Lächeln anzutreffen waren. Mich begeistert diese gelebte Leidenschaft auch im Rückblick immer noch sehr!

Was wäre der ESV nur ohne solche Leute? Auch der Vorstand unseres Vereins macht seine Arbeit mit Leidenschaft, denn ohne diese würden sie all die Stunden, welche sie neben ihren sonstigen Tätigkeiten auch für den Verein aufwenden, nicht machen können. Darum lasst uns all diesen Leuten etwas zurückgeben, indem wir unseren Verein mit der für uns jeweils möglichen Leidenschaft unterstützen. Sei es bei den vielfältigen Sportarten oder eben im Bereich der Freiwilligenarbeit an diversen Anlässen. In diesem Sinne wünsche ich euch von Herzen einen leidenschaftlichen Sportsommer!


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