Kolumne


01.01.2014 / Markus Cadosch

Bewegung

Bisher bin ich ja nicht gerade durch einen ausgesprochenen Drang zur Bewegung aufgefallen. Als Kind zwar in einer sehr intakten Umgebung aufgewachsen, meistens draussen gespielt und rumgetobt, jedoch nie wirklich an bestimmten Sportarten herangeführt worden. Wir spielten im Dorf zwar natürlich auch Fussball. Erfolgreich waren wir jedoch nicht unbedingt. Meine auffälligste Aktion war zudem eine rote Karte, weil ich als Verteidiger einen gegnerischen Stürmer ziemlich unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Skigebiete hätte es in der Nähe auch mehrere gehabt, die Freude am Wintersport stellte sich aber nicht in einem grossen Ausmass ein. Heutzutage ist es sogar so, dass ich die Zugvögel beneide, dass sie im Herbst einfach abhauen und somit den Winter auslassen können

Entsprechend bin ich auch im ESV eher als Schreiberling oder als Helfer bei Anlässen in Erscheinung getreten und nicht als Sportler. Höchstens wenn man die „Schauspielerei“ bei den früheren Familienabenden als sportliche Leistung zählt, hätte ich auf diesem Gebiet etwas vorzuweisen.
Der Beitritt zum Verein erfolgte seinerzeit auch mehr um den damaligen Präsidenten, Fidel Bass, ruhigzustellen, da er bei jeder Begegnung nichts unversucht liess, einen für den ESV Chur zu werben.

Trotzdem fühle ich mich dem Verein sehr verbunden und bereue es auch nicht, dass ich mich Fidels Bemühungen nicht entziehen konnte. Denn mit zunehmendem Alter erkenne ich, wie wichtig Bewegung ist. Wenn ich als Kind schon die Gelegenheit gehabt hätte, aus dem vielfältigen ESV-Programm eine Sportart auszuwählen, würde meine sportliche Laufbahn vielleicht deutlich anders aussehen und vielleicht sogar Glanzpunkte aufweisen. Immerhin habe ich seit ein paar Monaten einen Schrittzähler und erbringe damit einen tägliche Mindestleistung. Bisher habe ich es wirklich fast jeden Tag geschafft, diese Mindestleistung zu erbringen, oft besteht sogar der Ansporn, diese deutlich zu übertreffen. Bewegung ist gut und tut gut. Nur muss ich aufpassen, dass ich nicht plötzlich zu Übermut neige. Denn kaum ist mein Tagesablauf einiges bewegter als auch schon, lasse ich mich doch tatsächlich von einem Kollegen zu einem „gschpunnana“ Abenteuer überreden. Nicht dass ihr jetzt denkt, ich würde einen Marathon rennen wollen (zu einer derartigen Selbstüberschätzung neige ich dann doch nicht)! Aber falls der Anlass tatsächlich stattfindet, könnte es durchaus etwas sein, was mich ziemlich fordern wird und, wie ich mich kenne, auch einige herzhafte Fluchworte aus mir herausbringt. Was es sein wird, werde ich euch zu gegebener Zeit an dieser Stelle kundtun. Falls es zustande kommt, wird es auf jeden Fall Stoff für eine neue Kolumne gegeben…

Wie dem auch sei, ich wünsche euch sportlich bewegte Zeiten, egal ob beim Wintersport oder bei sportlichen Aktivitäten in der Halle während der Wintermonate. Bleibt bewegt!


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